Urlaub


2 Wochen Dienstfreistellung (Urlaub)

Sie haben das Recht auf 2 Wochen Dienstfreistellung (Urlaub). Das sind 12 Arbeitstage bei einer 6-Tage-Woche bzw. 10 Arbeitstage bei einer 5-Tage-Woche.

Über den konkreten Zeitpunkt und Zeitraum des Urlaubes müssen Sie und Ihr Vorgesetzter rechtzeitig eine Vereinbarung treffen. Am besten schriftlich!

Wenn es eine Einigung gibt, können Sie Ihren Urlaub jederzeit konsumieren. Wenn es keine Einigung gibt, haben Sie das, die Hälfte des Urlaubes (also 1 Woche) zu Beginn des 7. Monats und die restlichen Urlaubstage am Ende des Zivildienstes zu konsumieren. Dabei haben Sie auch das Recht, eine Urlaubswoche am Stück (ungeteilt) zu verbrauchen, wenn Sie dies möchten.

Wenn Sie während der Dienstfreistellung erkranken, so sind die Tage der Erkrankung dann nicht auf den Gesamtanspruch anzurechnen, wenn die Erkrankung länger als 3 Kalendertage gedauert hat und Sie die Erkrankung ordnungsgemäß und fristgerecht gemeldet haben.

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Sonderdienstfreistellung für Berufsvorbereitungen oder Ausbildungszwecke

Zusätzlich zu den 2 Wochen Urlaub haben Sie den Anspruch auf eine Dienstfreistellung von bis zu 2 Tagen aus beruflichen Gründen oder aus Gründen der Ausbildung. Also zum Beispiel für ein Vorstellungsgespräch, die Lehrabschlussprüfung oder eine Aufnahmeprüfung auf einer Universität. Sie müssen den Vorgesetzten über einen solchen Termin mindestens eine Woche im Voraus informieren. Außerdem müssen Sie dem Vorgesetzten eine entsprechende Bestätigung über diesen Termin vorlegen.

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Sonderdienstfreistellung für familiäre oder persönliche Angelegenheiten

Für Zivildienstleistende gibt es keine „Pflegefreistellung" und keine „Übersiedlungstage". Allerdings kann Ihr Vorgesetzter Ihnen in dringenden Fällen, insbesondere aus familiären oder sonstigen wichtigen persönlichen Gründen, eine Sonderdienstfreistellung im unbedingt notwendigen Ausmaß bewilligen. Diese Sonderdienstfreistellung ist zusätzlich zum Urlaub erlaubt, jedoch insgesamt maximal bis zu 1 Woche.

Auf die Sonderdienstfreistellung haben Sie  keinen Rechtsanspruch. Das bedeutet, diese ist nur mit Zustimmung des Vorgesetzten möglich.

Falls Sie in begründeten Fällen (etwa für die Pflege von erkrankten Angehörigen) einen längeren Zeitraum frei bräuchten, können Sie einen Antrag auf Befreiung vom Zivildienst an die Zivildienstserviceagentur stellen. Wenn dem Antrag stattgegeben wird, wird der Zivildienst unterbrochen. Sie würden jedoch später erneut zugewiesen werden (eventuell zu einer anderen Einrichtung), damit Sie die restliche Dienstzeit ableisten können. 

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Auslandsreise im Urlaub erlaubt

Während Ihrer dienstfreien Zeit dürfen Sie ins Ausland reisen. Die Einholung einer Genehmigung bei der Zivildienstserviceagentur ist dafür nicht notwendig.  

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Nebenbeschäftigung in der dienstfreien Zeit

Es ist zulässig, in der dienstfreien Zeit eine Nebenbeschäftigung (zum Beispiel geringfügige Beschäftigung) auszuüben, allerdings darf die Zivildienstleistung dadurch in keiner Weise beeinträchtigt werden. Die Nebenbeschäftigung darf nur in der dienstfreien Zeit ausgeübt werden und die Interessen des Zivildienstes müssen gewahrt bleiben. Steuerrechtliche Fragen zu Bezügen aus einer weiteren Beschäftigung sind mit dem Finanzamt zu klären.

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Feiertage

Folgende Tage gelten gemäß Feiertagsruhegesetz 1957 als Feiertage:

  • Jänner (Neujahr)
  • 6. Jänner (Heilige Drei Könige)
  • Ostermontag
  • Mai (Staatsfeiertag)
  • Christi Himmelfahrt
  • Pfingstmontag
  • Fronleichnam
  • 15. August (Maria Himmelfahrt)
  • 26. Oktober (Nationalfeiertag)
  • November (Allerheiligen)
  • 8. Dezember (Maria Empfängnis)
  • 25. Dezember (Weihnachten)
  • 26. Dezember (Stephanstag)
  • Der Karfreitag gilt als Feiertag für die Angehörigen der evangelischen Kirchen AB und HB, der Altkatholischen Kirche und der Methodistenkirche.

Diese gesetzlich anerkannten Feiertage sind bei Normaldienst grundsätzlich dienstfrei. Ausnahme: Bei zwingenden dienstlichen Erfordernissen können Sie auch bei Normaldienst bis zu zweimal pro Monat an Sonn- oder Feiertagen zu Dienstleistungen eingeteilt werden.

Wenn (bei Normaldienst) in einer Woche ein dienstfreier Feiertag ist, haben Sie dementsprechend weniger Wochenstunden – zum Beispiel 34 anstelle von 42 Wochenstunden. Es fallen dadurch keine „Minusstunden“ an. Der Feiertag muss hier nicht eingearbeitet werden.

Bei Turnusdienst können Sie auch an Sonn- und Feiertagen eingeteilt werden. Hinsichtlich der Mindestruhezeiten gelten dieselben Bestimmungen wie bei Normaldienst.

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