Bedarf und Zuweisung


Bedarfsmeldung einmal jährlich

Für NEU anerkannte Einrichtungen

Mit einer „Bedarfsmeldung“ geben Einrichtungen bekannt, zu welchen Terminen wie viele Zivildienstleistende benötigt werden. Neu anerkannte Einrichtungen können sofort eine Bedarfsmeldung für das laufende und nächstfolgende Jahr bekannt geben. Das Formular wird zugemailt. Erst nach der Bekanntgabe des Bedarfs darf die Zivildienstserviceagentur Bewerber zuweisen.

Für ALLE Einrichtungen

Im Februar/März eines Jahres sendet die Zivildienstserviceagentur das Formular „Bedarfsanmeldung“ an den Rechtsträger der Zivildienst-Einrichtung. Mit diesem müssen alle gewünschten Zuweisungstermine und die Anzahl der Zivildienstleistenden für das Folgejahr bekannt geben werden. Die frühzeitige Meldung des gesamten Jahresbedarfs ist für die budgetäre Planung notwendig und erleichtert den Interessenten die Suche nach einem geeigneten Platz notwendig.

Sie können einen gemeldeten Bedarf jederzeit reduzieren oder stornieren, solange niemand rechtskräftig zugewiesen wurde!

Sie können aber keinen zusätzlichen Bedarf nachmelden! Sie können auch keine Plätze nachträglich verschieben!

Bitte beachten Sie deshalb die rechtzeitige Bekanntgabe des gesamten Jahresbedarfs.

Wenn Sie keinen Bedarf melden, weist die Zivildienstserviceagentur auch niemanden zu. Wenn Sie für einen bestimmten Zeitraum (etwa für 1 Jahr) keine Zivildienstleistenden einsetzen möchten, teilen Sie dies bitte der Zivildienstserviceagentur mit.

Die maximal zulässigen Plätze einer Einrichtung werden mit Bescheid genehmigt. Wenn Sie noch mehr Zivildienstleistende einsetzten möchten (zum Beispiel in einer neuen Einsatzstelle), können Sie einen Antrag auf Aufstockung (213,2 KB) der Plätze einbringen. Die zuständige Behörde ist das Amt der Landesregierung. (Hinweis: Bei einer Aufstockung erhalten jedoch Einrichtungen der Kategorien 1 und 2 bei erstmaliger Belegung der neuen Plätze jedoch kein Zivildienstgeld, sondern müssen 130 Euro pro Platz/Monat für 9 Monate an den Bund überweisen.)

Die Einrichtungen, Termine und freie Plätze werden im Platzangebot veröffentlicht. Falls sich die Kontaktdaten der Einrichtung ändern, mailen Sie dies bitte an info@zivildienst.gv.at.

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Zuweisungswünsche

Zivildienstpflichtige können im Platzangebot Zuweisungswünsche abgeben, die automatisch an die Einrichtung gemailt werden. Bitte antworten Sie den Bewerbern, auch wenn Sie intern bereits einen anderen Kandidaten vorgesehen haben.

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Anforderung von Wunschkandidaten und Zuweisung

Sobald Sie einen Bedarf gemeldet haben, kann die Zivildienstserviceagentur jederzeit Personen zuweisen. Dabei wird versucht, Wünsche der Einrichtungen und Zivildienstpflichtigen möglichst zu berücksichtigen. Sie haben jedoch keinen Rechtsanspruch auf die Zuweisung von bestimmten Wunschkandidaten.

Für die Anforderung von Wunschkandidaten verwenden Sie bitte das Formular Anforderung eines Wunschkandidaten (85,5 KB) . (Bitte klären Sie intern: Wer darf Wunschkandidaten für die Einrichtung und etwaige Einsatzstellen anfordern?)

Wichtig ist, dass Sie Wunschkandidaten so früh wie möglich – und mindestens 4 Monate vor dem Dienstantrittstermin – anfordern!

Dies ist wichtig, weil die Zivildienstserviceagentur ab 4 Monaten vor dem Dienstantrittstermin alle freien Plätze möglichst amtswegig befüllt. Also ohne vorherige Rücksprache mit der Einrichtung! Ein „Umtausch“ von bereits zugewiesenen Personen ist nicht möglich.

Außerdem ist die frühzeitige Meldung von Wunschkandidaten wichtig, damit die Plätze nicht mehr im Internet angezeigt werden. Sonst würden sich Interessenten vergebens bewerben.

Es kann sein, dass die Zivildienstserviceagentur nicht alle Plätze befüllen kann, etwa weil kein geeigneter Kandidat vorhanden ist. In diesem Fall können Sie jederzeit noch Wunschkandidaten anfordern. Ab 6 Wochen vor dem Dienstantritt muss der Bewerber mit der kurzfristigen Zuweisung jedoch schriftlich einverstanden sein (Formular Einverständniserklärung für Fristunterschreitung (41,9 KB)).

3 Werktage vor dem Dienstantrittstermin endet jede Möglichkeit für eine Zuweisung.

Bitte beachten Sie, dass Zivildienstleistende die Einrichtung mit öffentlichen Verkehrsmitteln innerhalb von 2 Stunden (Fahrzeit für Hin- und Rückfahrt zusammen) vom Wohnsitz aus erreichen können. Andernfalls muss die Einrichtung (der Rechtsträger) eine Unterkunft unentgeltlich zur Verfügung stellen.

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Ein Termin soll nicht mehr im Platzangebot sein?

Wenn ein bestimmter Termin nicht mehr im Platzangebot angezeigt werden soll, teilen Sie dies einfach Ihrem Zuweisungsreferenten mit (info@zivildienst.gv.at). Die Mitteilung ist wichtig, wenn Sie

  • keine weiteren Zuweisungswünsche für diesen Termin erhalten möchten,
  • oder intern bereits einen Wunschkandidaten vorgesehen haben, der aber noch keine Zivildienstzahl hat.

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Elektronische Zuweisungs-Listen

Rund 6 Wochen vor dem Dienstantritt mailt die Zivildienstserviceagentur „Zuweisungs-Listen“ an die Einrichtung bzw. den Rechtsträger. Darin befinden sich Angaben über die zugewiesenen Zivildienstleistenden. Eine frühere schriftliche Information ist wegen allfälliger kurzfristiger Ausfälle leider nicht möglich.

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Kurzfristige Überschreitung der maximalen Zivildienst-Plätze

Es dürfen nur so viele Personen zugewiesen werden, wie mit Bedarfsmeldung bekannt gegeben wurden. Außerdem darf eine Einrichtung nur so viele Zivildienstleistende gleichzeitig einsetzen, wie im Bescheid der Einrichtung angegeben ist. Ausnahme: In besonderen Ausnahmefällen kann das maximale Platzkontingent um 1 oder 2 Plätze für höchstens 2 Monate überschritten werden.

Der Vorteil ist, dass Zivildienstleistende mit „Restdienstzeiten“ (etwa nach einer vorzeitigen Entlassung aus gesundheitlichen Gründen) wieder zu Ihrer Einrichtung zugewiesen werden können, ohne dass dies negative Auswirkungen auf andere Termine hat.

Voraussetzungen

  • Sie brauchen nur 1 Mal den Antrag auf Genehmigung von 1 oder 2 Überschreitungsplätzen (56,5 KB) an den Landeshauptmann zu senden. Einen genehmigten Überschreitungsplatz können Sie dann für jeden berechtigen Anlassfall verwenden.
  • Überschreitungsplätze dürfen aber nicht ununterbrochen besetzt werden, sondern nur in Ausnahmefällen. Die Zuweisung erfolgt im Einzelfall durch die Zivildienstserviceagentur nach Rücksprache mit der Einrichtung.

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Dienstantritt

Dienstantritt bei der Einrichtung

Der Zivildienstpflichtige muss seinen Dienst zu dem im Zuweisungsbescheid angegebenen Zeitpunkt antreten. Name und Anschrift der Einrichtung, Datum und Uhrzeit des Dienstantritts sind in seinem Zuweisungsbescheid angegeben. Allfällige Einsatzstellen (Bezirksstellen, Ortsstellen, usw.) sind aber nicht im Bescheid aufgelistet.

Der Zivildienst-Beginn und der Dienstantritts-Tag können voneinander abweichen. Beide Tage sind in den elektronischen „Zuweisungs-Listen“ angegeben. (Der Zivildienst beginnt am 1. Kalendertag eines Monats. Wenn dieser ein Freitag, Samstag, Sonn- oder Feiertag ist, ist der Dienstantritts-Tag der darauffolgende Werktag.) Eine eigenmächtige Vorverlegung des Antrittstages durch die Einrichtung ist nicht erlaubt.

Wenn der Zivildienstpflichtige den Dienst bei einer bestimmten Einsatzstelle beginnen soll, teilen Sie ihm dies bitte rechtzeitig mit. Sie können sich den Erhalt der Mitteilung von ihm bestätigen lassen.

Dienstantrittsmeldung oder Nichtantrittsmeldung

Die Dienstantrittsmeldung (40,4 KB)  müssen Sie ehestmöglich nach dem Dienstantritt an die Zivildienstserviceagentur senden. Damit wir wissen, ob der Zivildienstpflichtige seinen Dienst korrekt angetreten hat. Falls er nicht erscheint, müssen Sie noch am selben Tag eine Nichtantrittsmeldung (53 KB)  senden.

Erkrankung bei Dienstantritt

Wenn ein Zivildienstleistender zu Dienstbeginn krank ist, muss er sich rechtzeitig beim Vorgesetzten krank melden. Der Zivildienst gilt dann als ordnungsgemäß angetreten. Sie brauchen keine Nichtantrittsmeldung zu senden. Senden Sie stattdessen die Dienstantrittsmeldung, sobald der Zivildiener nach seinem Krankenstand im Dienst erscheint. Falls der Zivildienstleistende aber am 19. Kalendertag noch immer krank ist, ist eine Meldung an die Zivildienstserviceagentur notwendig.

Urlaub bei Dienstantritt

Wenn Sie dem Zivildienstleistenden zu Beginn des Zivildienstes eine Dienstfreistellung (Urlaub) gewähren, teilen Sie dies bitte telefonisch oder per E-Mail der Zivildienstserviceagentur mit. Senden Sie die Dienstantrittsmeldung erst dann, wenn der Zivildienstleistende nach seinem Urlaub im Dienst ist.

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Meldepflichten und Anträge

Bei einer Änderung der Kontaktdaten im Platzangebot

Bei Namens- oder Adressänderungen der Einrichtung

Bei einer Änderung der Tätigkeiten

Wenn Sie mehr Zivildienstleistende einsetzen möchten, als bisher genehmigt

Wenn Sie in einer neuen Dienststelle auch Zivildienstleistende einsetzen möchten

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