Widerruf, Erlöschen der Zivildienstpflicht, Waffenverbot

Bitte wählen Sie:

Widerruf der Zivildiensterklärung: Wenn Sie anstelle des Zivildienstes den Grundwehrdienst beim Bundesheer leisten möchten.            

Erlöschen der Zivildienstpflicht: Wenn Sie den Zivildienst schon vollständig abgeleistet haben und einen Beruf als Polizist, Soldat oder Justizwachebeamter ausüben möchten.

Ausnahmegenehmigung vom 15-jährigen Waffenverbot: Wenn Sie die Jagd ausüben möchten, oder wenn Sie Sportschütze oder Mitglied eines traditionellen Schützenvereins sind.


Widerruf der Zivildiensterklärung

Sie können die Zivildiensterklärung widerrufen, wenn Sie erklären, dass keine Gewissensgründe mehr gegen die Leistung des Wehrdienstes bestehen. Die Widerrufserklärung kann schriftlich bei der Zivildienstserviceagentur eingebracht werden:

  • bis maximal 14 Tage nach Zustellung des Zuweisungsbescheides
  • sowie nach einer etwaigen vorzeitigen Beendigung des Zivildienstes.

Mit dem Tag der Einbringung einer mängelfreien Widerrufserklärung erlischt die Zivildienstpflicht. Daraus folgt, dass man wieder wehrpflichtig ist und den Grundwehrdienst beim Bundesheer leisten muss.

Hinweise: Innerhalb 1 Jahres nach Abgabe einer Widerrufserklärung kann keine neuerliche Zivildiensterklärung eingebracht werden.

Wenn der Zivildienst vollständig abgeleistet wurde, kann kein Widerruf der Zivildiensterklärung mehr abgeben werden. Es kann jedoch ein Antrag auf Erlöschen der Zivildienstpflicht eingebracht werden. (Details weiter unten.)

Widerruf der Zivildiensterklärung (82 KB)

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Erlöschen der Zivildienstpflicht

Wenn Sie den Zivildienst schon zur Gänze abgeleistet haben, können Sie das Erlöschen der Zivildienstpflicht beantragen, um einen Dienst ausüben zu können als:

  • Organ des öffentlichen Sicherheitsdienstes (Polizist) gemäß § 5 Abs. 2 des Sicherheitspolizeigesetzes,
  • Bediensteter des rechtskundigen Dienstes beim Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl, der gemäß § 58 Abs. 7 des Asylgesetzes 2005 zur Ausübung exekutivdienstlicher Befehls- und Zwangsgewalt ermächtigt ist,
  • Soldat, der dem Bundesheer aufgrund eines Dienstverhältnisses oder als Präsenz- oder Ausbildungsdienstleistender angehört,
  • Angehöriger eines Wachkörpers (nicht jedoch eines privaten Sicherheitsdienstes!),
  • Sonstiger öffentlich Bediensteter, zu dessen Dienstausübung das Führen einer Schusswaffe erforderlich ist;

Voraussetzungen:

  • Bewerben Sie sich bei der gewünschten Stelle, zum Beispiel bei der Polizei.
  • Sie müssen eine Bestätigung der personalführenden Stelle über die Eignung zum gewünschten Dienst einholen. Das ist zum Beispiel die Kopie des positiven Aufnahmetests. (Einzige Ausnahme: Wenn Sie Soldat werden möchten, brauchen Sie keine solche Bestätigung.)
  • Senden Sie die Bestätigung gemeinsam mit dem „Antrag auf Erlöschen der Zivildienstpflicht“ an die Zivildienstserviceagentur. (Nur wenn Sie Soldat beim Bundesheer werden möchten, brauchen Sie keine Bestätigung beizulegen.)
  • Wenn Ihrem Antrag stattgegeben wird, werden Sie mit Rechtskraft des Bescheides wehrpflichtig. Sie brauchen aber keinen Grundwehrdienst mehr zu leisten.
  • Achtung: Der Bescheid ist vorerst auf 1 Jahr befristet. Deshalb müssen Sie innerhalb 1 Jahres einen Nachweis über Ihre tatsächliche Aufnahme in den öffentlichen Dienst an die Zivildienstserviceagentur senden. Zum Beispiel eine Kopie Ihres Dienstvertrages. Nur mit diesem Nachweis bleiben Sie wehrpflichtig. Ohne Nachweis würden Sie wieder zivildienstpflichtig und könnten den gewünschten Dienst folglich nicht (weiter) ausüben. Wir empfehlen deshalb, dass Sie sich eine Erinnerung zu dieser Frist in Ihrem Kalender speichern!

Gut zu wissen: Sie dürfen den „Antrag auf Erlöschen der Zivildienstpflicht“ maximal 2 Mal stellen!

Antrag auf Erlöschen der Zivildienstpflicht (57 KB)
Infoblatt Erlöschen der Zivildienstpflicht (241,7 KB) 

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Ausnahmegenehmigung vom 15-jährigen Waffenverbot

Ab Eintritt der Zivildienstpflicht ist Ihnen für die Dauer von 15 Jahren der Erwerb und Besitz von verbotenen Waffen, Kriegsmaterial und genehmigungspflichtigen Schusswaffen sowie das Führen von Schusswaffen untersagt.

Für die Jagdausübung, für Angehörige traditioneller Schützenvereinigungen sowie für Sportschützen können jedoch von den Landespolizeidirektionen in begründeten Fällen Ausnahmen vom Waffenverbot erteilt werden. Rechtsgrundlage: § 5 Abs. 5 ZDG.

Der Antrag (bitte selbst formulieren) ist bei der zuständigen Landespolizeidirektion einzubringen. Weitere Informationen erhalten Sie bei der Landespolizeidirektion Ihres Bundeslandes:

Landespolizeidirektion Burgenland
SVA Ref. 3
Neusiedler Straße 84
7000 Eisenstadt
Tel: 059133/106301
FAX: 059133/10/1009
E-Mail: LPD-B@polizei.gv.at

Landespolizeidirektion Kärnten
Buchengasse 3
9010 Klagenfurt
Tel: 0463/5333
E-Mail: LPD-K@polizei.gv.at

Landespolizeidirektion Niederösterreich
Neue Herrengasse 15
3100 St. Pölten
Tel: 02742/207-35
E-Mail: LPD-N@polizei.gv.at

Landespolizeidirektion Oberösterreich
Gruberstraße 35
4021 Linz
Tel: 0732-7803
E-Mail: LPD-O@polizei.gv.at

Landespolizeidirektion Salzburg
Alpenstraße 90
5020 Salzburg
Tel: 0662/6383/6000
E-Mail: LPD-S@polizei.gv.at

Landespolizeidirektion Steiermark
Sicherheits- und Verwaltungspolizeiliche Abteilung
Referat Sicherheitsverwaltung – SVA 3
Parkring 4
8010 GRAZ
Tel: 059 133 60 6320
Fax: 059 133 60 6309
E-mail: LPD-ST-SVA-Sicherheitsverwaltung@polizei.gv.at

Landespolizeidirektion Tirol
Innrain 34
6020 Innsbruck
Tel: 0512-59133 70
E-Mail: LPD-T@polizei.gv.at

Landespolizeidirektion Vorarlberg
Bahnhofstraße 45
6900 Bregenz
Tel: 05574-4950
E-Mail: LPD-V@polizei.gv.at

Landespolizeidirektion Wien
Schottenring 7-9
1010 Wien
Tel: 01-31310-0
E-Mail: LPD-W-SVA-4-Waffen-Veranstaltungsangel@polizei.gv.at

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