E-Learning, Einschulung


Vorgesetzte der Zivildienstleistenden

Die Vorgesetzten der Zivildienstleistenden sind hauptamtlich Vollbeschäftigte in der Einrichtung bzw. Einsatzstelle. Sie werden vom Rechtsträger der Einrichtung bestimmt. Es können auch mehrere Personen als Vorgesetzte bestimmt werden.

Die Vorgesetzten müssen mit den Bestimmungen des Zivildienstgesetzes und den für die Beschäftigung des Zivildienstleistenden spezifisch geltenden Regelungen vertraut sein. Sie müssen den Zivildienstleistenden angemessen beschäftigen und beaufsichtigen und die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen auch am Dienstort des Zivildienstleistenden überprüfen. Im Idealfall ist der Dienstplan des Vorgesetzten mit jenem des Zivildienstleistenden deckungsgleich.

Welche Person als Vorgesetzter fungiert, ist dem Zivildienstleistenden bekannt zu geben. Zivildienstleistende müssen sich in allen Belangen des Zivildienstes jederzeit an den Vorgesetzten wenden können.

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E-Learning Ausbildungsmodul für Vorgesetzte

Der Rechtsträger der Einrichtung ist verpflichtet, die Vorgesetzten der Zivildienstleistenden ausreichend über die Rechte und Pflichten beim Zivildienst zu informieren.

Außerdem muss der Vorgesetzte eines Zivildienstleistenden ab 1. Juli 2019 das E-Learning Ausbildungsmodul für Vorgesetzte absolvieren. Dies gilt sowohl für Vorgesetzte in der Einrichtung, als auch für Vorgesetzte in allfälligen Einsatzstellen.

Das Ausbildungsmodul besteht aus der Lernunterlage Handbuch für Vorgesetzte und einem Online-Test.

Nach positiver Absolvierung des Tests wird eine Bestätigung angezeigt. Diese ist – im Wege des Rechtsträgers der Einrichtung – an das Amt der Landesregierung (72,7 KB) zu senden. Die Zivildienstserviceagentur braucht die Bestätigung nicht. Deshalb bitte nicht an die Zivildienstserviceagentur senden.

Der erstmalige Nachweis über die positive Absolvierung muss bis spätestens 30. Juni 2020 an das Amt der Landesregierung übermittelt werden. Nach erstmaliger Absolvierung muss das Modul spätestens alle 3 Jahre erneut positiv abgeschlossen werden. (Tipp: Es gibt dazu keine automatische Erinnerung. Deshalb bitte selbst eine Erinnerung in Ihrem Kalender eintragen.)

Wenn kein zeitgerechter Nachweis über die positive Absolvierung erfolgt, ist die Ausübung der Vorgesetztenfunktion durch diese Person nicht mehr zulässig. Wenn eine Einrichtung mangels zeitgerechter positiver Absolvierung des Ausbildungsmoduls keinen einzigen „geeigneten“ Vorgesetzten mehr hat, wird die Einrichtung vom Landeshauptmann widerrufen.

Sie sind herzlich eingeladen, Feedback zum Test an info@zivildienst.gv.at zu senden.

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Pflichten der Vorgesetzten

Zu den allgemeinen Pflichten der Vorgesetzten zählen:

  • Absolvierung des E-Learning Ausbildungsmoduls für Zivildienst-Vorgesetzte (ab 01.07.2019)
  • Nachweisliche Einschulung des Zivildienstleistenden über seine Rechte und Pflichten und in die Hilfstätigkeiten, insbesondere über die vorzeitige Entlassung mit Erreichen von insgesamt 24 Krankenstandstagen und über die unverzügliche Meldung eines Arbeitsunfalls
  • Erstellung des Dienstplanes
  • Regelung der Verpflegung
  • Vorsorge für den Schutz des Lebens, der Gesundheit und Sittlichkeit des Zivildienstleistenden bei Ausübung des Dienstes
  • Regelungen im Zusammenhang mit der Dienstkleidung (falls Dienstkleidung erforderlich)
  • Angemessene Beschäftigung des Zivildienstleistenden gemäß Zuweisungsbescheid (siehe Angaben in der „Zuweisungs-Liste“)
  • Beaufsichtigung des Zivildienstleistenden
  • Erteilung von Weisungen
  • Genehmigung von Dienstfreistellungen (Urlaub)
  • Entgegennahme von Krankmeldungen und Krankenstandsbestätigungen
  • Meldung des Erreichens von in Summe 24 Krankenstandstagen an Zivildienstserviceagentur
  • Meldung von Dienstunfällen an AUVA und Zivildienstserviceagentur
  • Entgegennahme und Erledigung von Wünschen und Beschwerden des Zivildienstleistenden
  • Ausstellung der Kompetenzbilanz
  • Bei Dienstpflichtverletzungen Erteilung von Verwarnungen, Erstattung von Anzeigen an Bezirksverwaltungsbehörde 
  • Meldepflichten

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Einschulung der Zivildienstleistenden in Rechte und Pflichten

Zivildienstleistende müssen vom Vorgesetzten (oder von einer dafür zuständigen Person) nachweislich und ausreichend über ihre Rechte und Pflichten unterrichtet und - soweit dies für die ordnungsgemäße Dienstleistung erforderlich ist - eingeschult und fortgebildet werden.

Die Einschulung über die Rechte und Pflichten ist zu dokumentieren, aufzubewahren und bei Bedarf der Überwachungsbehörde (Amt der Landesregierung, Bezirksverwaltungsbehörde) zur Verfügung zu stellen.

Zum Beispiel mittels Teilnahmeliste mit Angaben über:

  • Art der Schulung?
  • Welche Informationen hat der Zivildienstleistende erhalten?
  • Datum, Uhrzeit von-bis
  • Bestätigung der Teilnahme des Zivildienstleistenden mittels Unterschrift

Die Schulungen sollen folgende Bereiche umfassen:

  • Allgemeine Rechte und Pflichten beim Zivildienst
  • Finanzielles, wie Grundvergütung, Verpflegung, Fahrkostenantrag
  • Verrichtung der Dienstleistungen
  • Dienstzeiten
  • Meldepflichten bei Erkrankung und Dienstverhinderung
  • Belehrung über die vorzeitige Entlassung mit Erreichen von insgesamt 24 Krankenstandstagen
  • Belehrung über die unverzügliche Meldung eines Arbeitsunfalls
  • Hinweis, dass das E-Learning Modul „Staat und Recht“ zu absolvieren ist
  • Beantragung einer Dienstfreistellung (Urlaub)
  • Hausordnungen
  • Verschwiegenheitspflicht
  • besondere hygienische Vorschriften und Verhaltensregeln
  • Dienstpflichtverletzungen und deren Folgen
  • usw.

Wir empfehlen, dass Sie das PDF „Rechte und Pflichten“ gemeinsam mit dem Zivildienstleistenden durchsehen und dafür mehrere Stunden einplanen.

Der Zivildienstleistende muss an der notwendigen Einschulung, Aus- und Fortbildung teilnehmen und die für die ordnungsgemäße Dienstleistung notwendigen Schulungen absolvieren.

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E-Learning Ausbildungsmodul „Staat und Recht“ für Zivildienstleistende

Ab 1. Juli 2019 ist jeder Zivildienstleistende gesetzlich verpflichtet, das E-Learning Ausbildungsmodul „Staat und Recht“ zu absolvieren. Dies betrifft alle Zivildienstleistenden, die nach dem 1. Juli 2019 im Dienst sind, unabhängig davon, wann der Zivildienst angetreten wurde. Bitte informieren Sie die Zivildienstleistenden über die Absolvierung des Moduls.

Link zum E-Learning Ausbildungsmodul „Staat und Recht“

Die Absolvierung des Moduls ist während der Dienstzeit einmalig vorgesehen. Dabei soll eine angemessene Zeit für das Durchlesen und Beantworten der Fragen zur Verfügung gestellt werden. Eine genaue Stundenanzahl ist nicht gesetzlich vorgegeben. Betreffend Zeitpunkt und Dauer ist auf die dienstlichen Interessen der Einrichtung angemessen Rücksicht zu nehmen.

Um das Modul absolvieren zu können, muss die Einrichtung einen Computer (oder dgl.) und Internetzugang unentgeltlich bereitstellen. (Beides kann auch durch eine Vereinbarung mit einer anderen Einrichtung bereitgestellt werden.)

Bei erfolgreicher Absolvierung kann der Zivildienstleistende eine Bestätigung speichern und an den Vorgesetzten weiterleiten. Der Vorgesetzte ist verpflichtet, die positive Absolvierung in der Kompetenzbilanz zu vermerken.

Falls ein Zivildienstleistender das Modul nicht positiv absolviert, sieht das Zivildienstgesetz keine Sanktionen vor.

Mit dem E-Learning Modul werden Ziele des Regierungsprogramms der früheren Bundesregierung umgesetzt. Das E-Learning Modul wurde mit einer Novelle des Zivildienstgesetzes gesetzlich verankert.

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