Häufige Fragen zur Verlängerung des Zivildienstes


Wen betrifft die Verlängerung?

Alle Zivildiener, deren ordentlicher Zivildienst Ende März 2020 endete, wurden im unmittelbaren Anschluss an den ordentlichen Zivildienst zu einem außerordentlichen Zivildienst gemäß § 8a Abs. 6 zugewiesen, das heißt, der Dienst wurde ab 1. April 2020 um 3 Monate verlängert. Die Verständigung erfolgte mittels eines Bescheids der Zivildienstserviceagentur.

Da sich sehr viele Freiwillige für den außerordentlichen Zivildienst ab Mai 2020 gemeldet haben, ist es möglich, den derzeitigen Bedarf der Einrichtungen ohne zusätzliche Verlängerung von Zivildienern zu decken. Deshalb werden Zivildiener, deren Dienst im April 2020 endet, nicht verlängert.

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Gelten dieselben finanziellen Regelungen während des Zivildienstes?

Ja, mit Ausnahme eines „Zuschlags zur Grundvergütung“ in Höhe von 189,90 Euro pro Monat. Dieser Zuschlag muss – wie die Grundvergütung – von der Einrichtung an den Zivildiener ausbezahlt werden.

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Wie wurden Zivildiener über die Verlängerung informiert?

Zivildiener, deren ordentlicher Zivildienst im März 2020 endete, haben einen Zuweisungsbescheid von Zivildienstserviceagentur über die Verlängerung erhalten.

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Wenn der Zivildiener versetzt wurde, kommt er nach Ende der Krise zurück zur früheren Einrichtung?

Es kommt darauf an, wie lange die Krise dauert und wie viele Tage der Zivildiener noch bis zum Ende des Dienstes hat.

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Was passiert, wenn die Einrichtung geschlossen wurde?

Teilen Sie dies bitte der Zivildienstserviceagentur mit: meldung@zivildienst.gv.at. Zivildiener werden dann einer anderen Einrichtung zugewiesen.

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Die Einrichtung hat keinen Bedarf an (zusätzlichen) Zivildienern.

Teilen Sie dies bitte ehestmöglich der Zivildienstserviceagentur mit: meldung@zivildienst.gv.at.

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Gilt die 24-Tage-Krankenstandsregelung auch bei einer „Verlängerung“ des Zivildienstes?

Ja. Bei einer „Verlängerung“ ab 1. April 2020 beginnt die Zählung der Krankenstandstage ab 1. April 2020 allerdings wieder bei Null.
Wenn eine krankheitsbedingte Dienstunfähigkeit – etwa aufgrund einer Corona-Ansteckung – jedoch nachweislich auf eine Gesundheitsschädigung infolge des Zivildienstes zurückzuführen ist, werden die entsprechenden Krankenstandstage nicht in die 24-Tage-Summe eingerechnet – außer, wenn der Zivildiener damit einverstanden ist. Der Zivildiener ist jedoch verpflichtet, eine Gesundheitsschädigung, die auf den Zivildienst zurückzuführen ist, unverzüglich der/dem Vorgesetzten bekannt zu geben.

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Gibt es einen Urlaub?

Verlängerer“ haben (aufgrund einer Änderung des Zivildienstgesetzes) einen Anspruch auf zusätzliche Dienstfreistellung im Ausmaß von einem Arbeitstag pro Monat. Über den konkreten Zeitpunkt der Dienstfreistellung ist eine (am besten schriftliche) Vereinbarung zwischen Vorgesetztem/Vorgesetzter und Zivildienstleistendem zu treffen. Wenn keine Vereinbarung zustande kommt, hat der Zivildienstleistende das Recht, die Dienstfreistellung am Ende des letzten Monats seines Zivildienstes zu konsumieren.

Falls ein „Verlängerer“ noch nicht verbrauchte Urlaubstage aus dem ordentlichen Zivildienst hat - weil er den Urlaub zum Schluss des ordentlichen Zivildienstes hätte konsumieren wollen -, kann er diesen Resturlaub auch im Verlängerungszeitraum konsumieren (konkreter Zeitraum wieder im Einvernehmen).

In dringenden familiären oder persönlichen Angelegenheiten kann außerdem eine Sonderdienstfreistellung möglich sein – wenn der/die Vorgesetzte damit einverstanden ist.

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Bekommt ein „Verlängerer“ eine Kompetenzbilanz?

Verlängerer“ und „Freiwillige“ haben für die Zeit des außerordentlichen Zivildienstes keinen Rechtsanspruch auf eine Kompetenzbilanz. Es spricht jedoch nichts dagegen, wenn eine Einrichtung von sich aus ein Zeugnis ausstellen möchte.

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Bekommt ein „Verlängerer“ eine Zivildienstbescheinigung?

Ja. Die Bescheinigung für „Verlängerer“ und „Freiwillige“ sendet die Zivildienstserviceagentur jedoch nicht an die Einrichtung, sondern direkt an den „Verlängerer“ bzw. „Freiwilligen“ nach Hause.

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